Hauptseite Außenhandel Handelspolitik und Freihandelsabkommen EAWU: Erneute Antidumpingmaßnahmen für Räder aus der Ukraine

EAWU: Erneute Antidumpingmaßnahmen für Räder aus der Ukraine

Bonn (GTAI) – Eine wiederholte Antidumpinguntersuchung in Bezug auf Stahlwalzräder aus der Ukraine wurde abgeschlossen.

Nach den Ergebnissen der Untersuchung stellte man fest, dass der Mangel an Waren, der zunächst zur Aussetzung von zuvor veranlassten Antidumpingmaßnahmen führte, nur vorübergehend war. 

In der zweiten Jahreshälfte 2019 und im ersten Quartal 2020 wurde das Problem mit den Lieferungen von Herstellern aus der Eurasischen Wirtschaftsunion gelöst, indem die Kapazitäten der russischen Hersteller erhöht und der Herstellermarkt in der Republik Kasachstan hinzugezogen wurde. Zusätzlich zu den Importen aus der Ukraine wurde die Nachfrage durch Lieferungen aus China befriedigt.

Die Situation mit den hohen Produktionskosten hat sich nun stabilisiert. Gleichzeitig begutachtete man die Voraussetzungen für das Auftreten eines Überschusses an Rädern auf dem Markt und niedrigere Preise im Zeitraum 2020-2021.

Daher hat die Eurasische Wirtschaftskommission keinen Grund, die Anwendung von Antidumpingmaßnahmen weiter auszusetzen und führte den Zoll auf Eisenbahnräder aus der Ukraine wieder ein. Dennoch beobachtet die Kommission die Situation genau und ist jederzeit bereit, im Falle der Feststellung negativer Trends schnell zur Prüfung des Problems zurückzukehren.

K.A.

Quelle: Germany Trade & Invest