Hauptseite Außenhandel Kennzeichnung von Waren Gen-Food ist kennzeichnungspflichtig

Gen-Food ist kennzeichnungspflichtig

Bonn (GTAI) – Seit 26. Juni 2020 müssen Hersteller ihre Lebensmittel in der Eurasischen Wirtschaftsunion deutlich kennzeichnen, wenn diese gentechnisch veränderte Organismen enthalten.

Von Verena Matschoß | Bonn

Hersteller, die Lebensmittel auf dem Markt der Eurasischen Wirtschaftsunion anbieten, müssen diese kennzeichnen, wenn gentechnisch modifizierte Organismen (GMO) enthalten sind. Am 26. Juni 2020 ist die Übergangsfrist für das Inkrafttreten von Änderungen des technischen Reglements  „Über die Lebensmittelkennzeichnung“ ausgelaufen. Die Änderung des Reglements wurde am 20. Dezember 2017 beschlossen und trat am 26. Dezember 2018 in Kraft. Die Übergangsfrist betrug 18 Monate. 

Zeichen „GMO“ muss angebracht werden

Lebensmittel, die aus gentechnisch veränderten Organismen gewonnen werden, müssen nun – neben dem EAC-Kennzeichen – mit dem Zeichen „GMO“ in derselben Form und Größe gekennzeichnet werden. 

Sollte der Hersteller keine Gentechnik bei der Produktion genutzt haben, aber es werden gentechnisch veränderte Bestandteile im Inhalt nachgewiesen, dann besteht keine Kennzeichnungspflicht, wenn deren Gehalt einen Schwellenwert von 0,9 Prozent nicht überschreitet. Der GMO-Gehalt wird dann als zufällige oder nicht behebbare Verunreinigung angesehen.  

Kennzeichnung nicht nur im Kleingedruckten

Hersteller waren bereits vor der Änderung des technischen Reglements verpflichtet, Kunden über die Verwendung und den Gehalt von GMO (Anteil über 0,9 Prozent) zu informieren. Allerdings konnten diese Informationen im Kleingedruckten stehen und mussten nicht an einer genau definierten Stelle angegeben werden, was es teilweise schwer machte, diese zu erkennen.

Nun verlangen die Vorschriften, dass das GMO-Zeichen so angebracht wird, dass es während der gesamten Haltbarkeit der Lebensmittel gut sichtbar und lesbar ist. 

Quelle: Eurasische Wirtschaftskommission (Meldung vom 26.06.2020)