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Russland – Pilotprojekt zur Kennzeichnung von Milchprodukten

GTAI (Bonn) – Das Pilotprojekt zur Kennzeichnung von Milchprodukten in Russland wurde um einen Monat – bis zum 31. März 2020 – verlängert.

Von Karin Appel

Ursprünglich war das Projekt bis zum 29. Februar 2020 geplant. Gekennzeichnet werden sollten Milch und Sahne, Milchpulver, Kefir, Joghurt, Molke, Butter, Käse, Hüttenkäse und andere Milchprodukte. Die Teilnahme an dem Projekt ist für Wirtschaftsteilnehmer in Russland freiwillig. Dadurch sollen sie die Möglichkeit bekommen, den Prozess des Informationsflusses zwischen ihrer eigenen Soft- und Hardware und dem staatlichen Informationskennzeichnungssystem zu testen.

Nach Angaben des russischen Ministeriums für Industrie und Handel nahmen bis jetzt etwa 100 von mehr als 6.000 russischen Herstellern an dem freiwilligen Experiment zur Kennzeichnung von Milchprodukten teil.

Um noch mehr Herstellern die Möglichkeit zu geben, sich ordnungsgemäß vorzubereiten und an dem Pilotprojekt teilzunehmen, beschloss das Ministerium für Industrie und Handel  den Versuchszeitraum bis zum 31. März dieses Jahres zu verlängern.

Die Einführung der obligatorischen Kennzeichnung von Milchprodukten ist für den 1. Juni 2020 geplant.

Derzeit laufen in Russland Experimente zur Kennzeichnung von Waren in verschiedenen Branchen. Im Jahr 2019 wurde die Kennzeichnung von Tabak, Parfums, Reifen und Luftreifen, Kameras und Taschenlampen sowie fünf Gruppen von Produkten der Leichtindustrie gestartet. Ab Anfang dieses Jahres ist die Kennzeichnung von Arzneimitteln obligatorisch, geplant ist dies auch für die anderen Warengruppen. 

Quelle: Germany Trade & Invest