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Armeniens Zollstelle für Fahrzeuge zieht um

Bonn (GTAI) – Die Zollstelle für Fahrzeuge wird aus der Hauptstadt Eriwan in die nordwestlich gelegene Stadt Gyumri verlegt. Dies geht aus einem Beschluss der Regierung vom 1. Augst 2019 hervor.

Hintergrund ist, dass erhöhte Fahrzeugimporte nach Armenien aus Ländern außerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion verzeichnet wurden. Von Januar bis Juli 2019 wurden 68.000 Autos aus Drittstaaten eingeführt, ein Plus von 1.000 Fahrzeugen gegenüber dem gesamten Aufkommen des Vorjahres.

Daher ist ein Projekt in Planung, bei dem es um die Errichtung eines neuen Zollamtes und eines Zentrums für Außenwirtschaftsaktivitäten in der Stadt Gyumri geht. Die beiden Gebäude sollen auf einem ehemaligen Militärgelände errichtet werden. Hierfür sollen 4,5 Hektar für die Verzollung von Autos und 17 Hektar für das Außenwirtschaftszentrum genutzt werden.

Die armenische Regierung billigte in ihrem Beschluss am 1. August 2019 für das Projekt außerordentlich zusätzliche Haushaltsmittel in Höhe von 181 Millionen Armenische Dram.

Ein genaues Datum für die Eröffnung der neuen Zollstelle und des Außenwirtschaftszentrums steht derzeit noch nicht fest. Aufgrund des erhöhten Fahrzeugaufkommens, insbesondere von LKW, ist die Verlagerung der Fahrzeug-Verzollung zeitlich jedoch sehr dringend und hat Priorität.

Innerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion, zu der neben Armenien die Länder Russland, Kasachstan, Kirgisistan und Belarus gehören, gilt seit Beginn 2018 ein neuer Zollkodex. Dieser sieht eine elektronische Zollanmeldung vor. Das soll die Zollabwicklung verkürzen.