Hauptseite Außenhandel Eurasische Wirtschaftsunion leitet Schutzmaßnahmenuntersuchung bezüglich der Einfuhr von geschweißten Edelstahlrohren ein

Eurasische Wirtschaftsunion leitet Schutzmaßnahmenuntersuchung bezüglich der Einfuhr von geschweißten Edelstahlrohren ein

Bonn (GTAI) – Das Ministerium für Verteidigung des Binnenmarktes der Eurasischen Wirtschaftsunion leitete am 04.03.2019 eine Schutzmaßnahmenuntersuchung bezüglich der Einfuhr von geschweißten Rohren aus Edelstahl in das Zollgebiet der Eurasischen Wirtschaftsunion ein.

Die Untersuchung bezieht sich insbesondere auf geschweißte Rohre aus Edelstahl mit einem Außendurchmesser von 6 mm bis 115 mm und einer Wanddicke von 0,4 mm bis 6 mm sowie geschweißte Hohlprofile aus Edelstahl mit einem Außendurchmesser von höchstens 140 mm und einer Wanddicke von 0,4 mm bis 6 mm. Diese werden unter den folgenden Zolltarifnummern klassifiziert: 7306 40 200 9, 7306 40 800 1, 7306 40 800 8, 7306 61 100 9 und 7306 69 100 9.

Anlass der Untersuchung war der Antrag eines Herstellers von geschweißten Rohren aus rostfreiem Stahl. Dieser gab an, dass die Gesamteinfuhren von geschweißten Rohren im Zeitraum zwischen 2015 und 2018 um etwa 68,3 % zugenommen hätten, was weltweiten Überkapazitäten oder nationalen Handelsmaßnahmen aufgrund der globalen Überkapazitäten geschuldet sein könnte.

Es liegen glaubhafte Beweise dafür vor, dass dieser Anstieg von Einfuhren die Industrie der EAWU schwer schädigt. Auch haben sich erste negative Änderungen der Preispolitik abgezeichnet, denn der betroffene Wirtschaftszeig hat seine Verkaufspreise senken müssen, um seinen Marktanteil halten zu können. Trotz höherer Einfuhrpreise als Verkaufspreise des Wirtschaftszweigs in der Union, verringerte sich die Preisdifferenz im Zeitraum 2015-2017 deutlich (um 31,0 %), was auf einen Rückgang der Preisdifferenz im Jahr 2017 gegenüber 2016 um 53,3 % zurückzuführen ist.

Weitere Einzelheiten zu den Gründen für die Einleitung der Untersuchung finden Sie in der Bekanntmachung über die Einleitung der Untersuchung finden Sie hier.

Stellungnahmen und Anträge interessierter Parteien sind schriftlich an die folgende Postanschrift zu senden:

Department for Internal Market Defence
of the Eurasian Economic Commission
119121, Russian Federation, Moscow
3/5 Smolensky blvd, bldng 1
E-Mail: tradedefence@eecommission.org.

Quelle: Germany Trade & Invest