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Anforderungen an die Einfuhr von Futtermitteln und Futtermittelzusatzstoffen

Die Einfuhr von Futtermitteln und Futtermittelzusatzstoffen in der Eurasischen Wirtschaftsunion ist bislang nicht einheitlich. Ein Tiergesundheitszeugnis wird nicht automatisch für alle Futtermittel oder Futtermittelzusatzstoffe benötigt. Bislang benötigten nur Futtermittelzusatzstoffe tierischen Ursprungs zwingend ein Tiergesundheitszeugnis für alle Länder der EAWU sowie einige Futtermittelzusatzstoffe für die Mitgliedsländer außer Russland und Kasachstan.

Dies ändert sich in Zukunft nur teilweise und nicht für alle Mitglieder der Eurasischen Wirtschaftsunion einheitlich.

Mit Inkrafttreten der Entscheidung der Eurasischen Wirtschaftskommission vom 7.6.16 Nr. 67 wird für Futtermittel aus den Warengruppen 0708, 0713 und für Futtermittelzusatzstoffe aus den Warengruppen 1518.00 (Tierische und pflanzliche Fette), 2102 (Hefen), 2309 (Tierfutterzubereitungen), 2936 (Vitamine), 3002 (Blut), 3203.00 (Farbmittel), 3302 (Riechstoffe), 3504.00 (Eiweiße), 3507 (Enzyme), 3808 (insektizide, etc.), 3824 (Bindemittel) ein Tiergesundheitszeugnis bei der Einfuhr in die Eurasische Wirtschaftsunion benötigt.

Ausgenommen bleiben weiterhin Futtermittelzusatzstoffe der chemischen und biologischen Synthese. Für deren Einfuhr wird ein vom Hersteller ausgestelltes Dokument, das die Qualität und Unbedenklichkeit der Futtermittel bescheinigt benötigt.

Für Einfuhren von Futtermittelzusatzstoffen aus den Warengruppen 2102, 2936 und 3507 in Russland oder Kasachstan werden ebenfalls keine Tiergesundheitszeugnisse benötigt, da diese beiden Länder für diese Warengruppen keine veterinären Kontrollen durchführen.

Die Entscheidung der Wirtschaftskommission tritt jedoch erst mit Aufnahme der Futtermittel und Futtermittezusatzstoffe in die Liste der Veterinärkontrolle unterliegenden Waren in Kraft.