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EAWU erwägt Exportquote für Metallschrott

Bonn (GTAI) – Die Eurasische Wirtschaftskommission hat einen Beschluss ausgearbeitet, der die Ausfuhr von Metallschrott mit einer Quote einschränkt.

Wie aus Verlautbarungen der Kommission hervorgeht, wird vorgeschlagen, die Quote für die Russische Föderation auf 2 Millionen Tonnen, für Belarus auf 3.300 Tonnen und für die weiteren EAWU-Staaten Armenien, Kasachstan und Kirgisistan jeweils auf Null festzulegen.

Bislang war geplant, den Export vorübergehend zu verbieten. Die Maßnahme soll die hohe Knappheit auf den Metallmärkten der EAWU lindern und gilt laut Beschlussentwurf sechs Monate.

Die Kommission will damit für die Mitgliedsstaaten der EAWU eine abgestimmte und möglichst einheitliche Regulierung des Exports für Metallschrott erreichen.

Auf nationaler Ebene erließ Armenien im Januar 2021 ein Exportverbot. Kirgisistan und Kasachstan folgten im März 2021 mit Verboten für Ausfuhren außerhalb der EAWU. Russland will Exporte nicht vollständig verbieten und begründet dies mit regionalen Besonderheiten der Schrottbeschaffung und spezifischen Auswirkungen der Schrottpreise auf verschiedene Arten von Metallprodukten

Die Verabschiedung des Beschlusses wird für Ende Juni 2021 erwartet.